Was bedeutet die Abriebklasse PEI bei Fliesen?
Die Abriebklasse PEI stuft ein, wie stark die glasierte Oberfläche einer Fliese im täglichen Gebrauch beansprucht werden darf. Die Skala reicht von PEI 1 für geringe Beanspruchung bis PEI 5 für stark begangene Flächen. Sie beschreibt den Verschleiß der Glasur, nicht die Härte des ganzen Scherbens und auch nicht die Rutschhemmung.
Für den Vergleich am Muster reicht meist ein Blick auf die Eckwerte und die grobe Zuordnung:
| PEI-Klasse | Verschleißfestigkeit |
|---|---|
| PEI 1 | geringe Beanspruchung |
| PEI 2 bis 4 | mittlere Beanspruchung, nach Datenblatt abgestuft |
| PEI 5 | stark begangene Flächen |
Die Klasse steht auf dem Datenblatt jeder Serie, das wir Ihnen zur bemusterten Fliese heraussuchen. Wo genau eine Serie zwischen PEI 2 und 4 liegt, entscheidet der Hersteller nach seinem eigenen Prüfergebnis; die Zwischenstufen lassen sich deshalb nicht pauschal einem Raum zuordnen.
Welche PEI-Klasse braucht welcher Raum?
Als Faustregel genügt für Wohnräume eine mittlere Abriebklasse, während der Hausflur oder eine stark begangene Küche eine höhere verträgt. Ausschlaggebend ist die tatsächliche Nutzung: Ein wenig begangenes Gästezimmer stellt andere Ansprüche als der Weg zwischen Haustür und Küche. Die passende Klasse suchen wir am Muster gemeinsam mit Ihnen heraus.
Eine höhere Klasse ist dabei nicht automatisch die bessere Wahl. Sie sagt nur, dass die Oberfläche mehr Verschleiß aushält, nicht, dass die Fliese in jedem Raum besser aussieht oder sich leichter reinigen lässt. Wer die Klasse an der Nutzung ausrichtet, zahlt nicht für Reserven, die der Boden nie braucht. Welche Serien mit welcher Abriebklasse gerade lieferbar sind, sehen Sie in unserer Auswahl an Bodenfliesen für Wohnraum und Flur.
Gilt die PEI-Klasse auch für durchgefärbtes Feinsteinzeug?
Die PEI-Klasse bewertet die Glasur, deshalb gilt sie für glasierte Fliesen. Durchgefärbtes Feinsteinzeug hat einen in der Masse eingefärbten Scherben; leichter Abrieb und Schnittkanten fallen dort kaum auf, weshalb es nicht nach PEI eingestuft wird. Für die Trittsicherheit gilt ohnehin eine eigene Kennzahl, die Rutschklasse.
Bei durchgefärbtem Feinsteinzeug in großen Formaten zählt statt der PEI-Klasse eher, wie hart und dicht der Scherben gebrannt ist. Und wenn es um die Sicherheit beim Gehen geht, ist nicht der Abrieb entscheidend, sondern die Rutschklasse R9 bis R13. Abriebfestigkeit und Rutschhemmung sind zwei Werte, die man getrennt betrachtet und beim Kauf beide im Blick behält. Am Musterstück in Kamp-Lintfort ordnen wir Ihnen beide für Ihre Räume ein.